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Traditionen

Leben und erleben!

Wer durch die Altstadt Brilons spaziert, wandelt durch viele Jahrhunderte. Begegnet stummen Zeitzeugen, die, wenn Sie erzählen könnten, bewegende Romane füllen würden. 973 erstmals erwähnt, mausert sich Brilon zu einer der bedeutendsten Hansestädte Westfalens und zu einer der flächenmäßig größten Städte Deutschlands. Aus dieser bewegenden Geschichte wuchsen Traditionen, die bis heute mit Freude und großem Engagement bewahrt werden.


Schützenfest

Briloner Schützenfest

Im Reigen der vielen Feste gebührt dem Schützenfest ein besonderer Stellenwert. Unter großer Teilnahme der Einwohner und Gäste feiert jedes Dorf und natürlich auch Brilon selbst sein Schützenfest, so dass im Stadtgebiet insgesamt 19 Schützenfeste gefeiert werden.

Es ist schulfrei, die Bevölkerung hat Urlaub genommen, die Geschäfte sind teilweise geschlossen, nahezu die gesamte Einwohnerschaft hat sich an der Vogelstange versammelt und verfolgt dort gespannt das Königsschießen.

Die Bedeutung des Schützenfeste und der Schützenvereine lässt sich auch daran ermessen, dass in jedem Dorf die Schützenhalle - neben der Kirche - das dominierende Gebäude ist.

In diesem Zusammenhang ist besonders erwähnenswert, dass die Briloner Schützenstatuten von 1417 die ältesten in ganz Westfalen sind.

Aktuelle Schützenfesttermine finden Sie hier

 
 
 

Schnade

Briloner Schnade

Der Briloner Schnadezug gehört zu den originellsten und traditionsreichsten Festen in Deutschland. Schnadezüge dienten in früherer Zeit dazu, den Gemeinbesitz festzustellen und zu bewahren (Schnade = Grenze).

Beim Abschreiten der Gemarkungsgrenze wurden Schnadesteine gesetzt und daraufhin überprüft, ob sie auch unverrückt geblieben waren. Die jungen Männer sollen sich zudem fest einprägen, wo Brilon anfängt und aufhört. Zu diesem Zweck wurden sie ergriffen und ein wenig unsanft mit ihrem edelsten Körperteil auf die Schnadesteine gestutzt.

Auch heute ist dies noch ein ungeschriebenes Gesetz: „Wer erstmals in der Schnadebrüder Mitte sich auf dem Lagerplatz froh bewegt, wird fluge gestutztäst nach ererbter Sitte“.
Der Briloner Schnadezug ist schon 1388 belegt und kann somit auf eine über 600-jährige Tradition zurückblicken.

Alle zwei Jahre (2012, 2014,...) wird jeweils etwa ein Fünftel der alten Stadtgrenze umrundet, wobei die einzelnen Abschnitte eine Länge von 23 bis 45 km aufweisen. Die alte Briloner Stadtgrenze wird also in zehn Jahren einmal ganz abgelaufen und jeder der Schnadeabschnitte in zehnjährigem Rhythmus begangen.
Jeder Abschnitt kennt einen traditionellen Frühstücks- und Lagerplatz, wo der Anlaß zünftig gefeiert wird.
Auf dem Lagerplatz treffen die Schnadegänger dann ihre „besseren Hälften“, denn Frauen haben nach wie vor beim Schnadegang nichts verloren.

Die Schnadegänger versammeln sich um 06.00 Uhr auf dem Marktplatz. Hinter Reitern und Schützen folgt das Fußvolk, begleitet von Musik und Standarte. Ein endloser Zug schlängelt sich durch Wald und Flur.
Am Abend schließlich ziehen alle, Männer, Frauen und Kinder, unter Glockengeläut wieder in die Stadt ein und umschreiten dreimal den Petrusbrunnen, im Volksmund liebevoll „Kump“ genannt. Mehr...

 
 

Schneeläuten

Propsteikirche Brilon

Alljährlich im Winter- in der Zeit vom 11. November bis zum 30. April – ist in Brilon abends um 20.55 Uhr der Klang der großen Glocken zu vernehmen. Dies ist das „Schneeläuten“, das verirrten Wanderern damals den rechten Weg weisen soll.

Die Überlieferung weiß zu berichten, dass einstmals ein Briloner Bürger in Dunkelheit und winterlicher Einsamkeit den Heimweg verfehlte und durch das Läuten der Glocken in die Sicherheit der Stadtmauern zurückgefunden haben soll. Aus Dankbarkeit für die Rettung in höchster Not habe er dann eine Stiftung ins Leben gerufen, um auch zukünftig allen Fehlgängern eine sichere Rückkehr in die Stadt zu ermöglichen.

Für unsere Vorfahren war das Schneeläuten von großer Bedeutung. So weisen die Briloner Totenbücher a.d.J. 1740 bis 1839 allein 21 Todesfälle aufgrund der winterlichen Witterung aus, wobei nicht feststeht, ob alle erfaßt wurden. Früher wurden alle Glocken geläutet, und zwar gewöhnlich über mehrere Stunden oder sogar die ganze Nacht hindurch. Dies geschah jedoch nur dann, wenn ein heftiger Schneesturm die Landschaft überzog und bekannt war, daß sich noch Briloner außerhalb der Stadt befanden.

 
 

Hanse

Hanse

Um 1220 wurde Brilon vom Kölner Erzbischhof Engelbert gegründet. Bedingt auch durch ein eigenes Statut für die Kaufleute entwickelte sich das Wirtschaftsleben prächtig, Handel und Handwerk blühten. Es wurden Gilden gegründet, und die wichtigen Handwerksberufe erhielten ihre eigene Statuten.

Vermutlich seit etwa 1250 gehörte Brilon, wie viele andere westfälische Städte auch, dem mächtigen Hansebund an. Der Handel wurde bis nach Rußland ausgedehnt.
Im 13. Jahrhundert, unmittelbar nach Stadtgründung, wurde mit dem Bau der heutigen Propsteikirche begonnen, die 1276 geweiht wurde. Das Rathaus entstand 1250 als Gildehaus der Kaufleute. Es diente zunächst als Verkaufsstätte und Ausstellungsraum auch für die fremden Kaufleute und gehört heute zu den ältesten Rathäusern innerhalb Deutschlands.
Die Blüte der Stadt zeigt sich auch daran, daß sie um 1350 mehr als 3.000 Einwohner und 600 Häuser zählte, mehr als zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Über die Mitgliedschaft im Hansebund gibt es nur wenige Quellen. Sicher ist jedoch, daß Brilon als Beistadt der führenden Hansestadt Soest anfangs aktiv, später aber mit sinkendem Interesse dem Hansebund angehörte, denn der Fernhandel ging schon im 15. Jahrhundert auf ein Minimum zurück.
Seit einigen Jahren ist die Hanse zu einem neuen Leben erwacht. Die Hansestädte treffen sich regelmäßig auf westfälischer wie auch auf internationaler Ebene. Jedes Jahr werden die Westfälischen wie auch die Internationalen Hansetage veranstaltet. Inhalte dieser Tage sind ein großes Stadtfest, viele kulturelle Veranstaltungen, Wirtschaftsmesse, Seminare und Vorträge.
1992 wurden die westfälischen Hansetage in Brilon gefeiert. Regelmäßig nimmt Brilon an den internationalen Hansetagen teil.

Brilon richtet die Internationalen Hansetage im Jahr 2020 aus. Gleichzeitig feiert Brilon dann den 800. Geburtstag der Stadtgründung.

 
 

Die Hansetage der Neuzeit

Die Hansetage der Neuzeit

Eine wesentliche Aufgabe der HANSE ist die Durchführung der Hansetage in zeitlich festzulegender Folge. Der Hansetag soll der ausrichtenden Stadt/Gemeinde die Möglichkeit geben, ihre Tradition und Geschichte sowie ihre kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung einer großen Öffentlichkeit in geeigneter Form darzustellen.

Um die Austragung des Hansetages können sich die Mitglieder der HANSE bewerben. Über die Vergabe des Hansetages entscheidet die Delegiertenversammlung auf Empfehlung der Kommission.

Zum Hansetag sind von der ausrichtenden Stadt/Gemeinde alle Hansestädte einzuladen. Im übrigen ist für die Vorbereitung, Ausgestaltung und Durchführung die jeweils ausrichtende Hansestadt selbst verantwortlich.

Vom 04. - 07. Juni 2020 werden die 40. Internationalen Hansetage in BRILON stattfinden!
Hanse.Heimat.Handgemacht

Weitere Infos zur Hanse www.hanse.org

 
 
 
 

Tourismus Brilon Olsberg GmbH
Derkere Str. 10a
59929 Brilon
Tel.: 0 29 61.96 99-0
E-Mail: bwt@brilon.de